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Ein Buchstöckchen

Letztens habe ich mein erstes Stöckchen bekommen. Ein Stöckchen ist ein Fragebogen, den sich ein Blogger oder eine Bloggerin ausdenkt, beantwortet und dann anderen Bloggern virtuell zuwirft*. Meins stammt ursprünglich von Wibke Ladwig, zugeworfen hat es mir Alice Scheerer vom SlowLifeLab. Wie schön, dass sich der Fragebogen ausgerechnet um Bücher dreht:

Welches Buch liest Du momentan?

In diesem Moment lese ich gerade kein Buch, weil ich das letzte vor ein paar Tagen ausgelesen habe und noch keine Zeit hatte, das nächste vom Stapel zu nehmen. Ausgelesen habe ich Adam Johnsons „Das geraubte Leben des Waisen Jun Do“. Ich bin zufällig in der Bibliothek darauf gestoßen, hatte tatsächlich noch nichts darüber gehört oder gelesen.

Warum liest Du das Buch? Was magst Du daran?

Im ersten Moment ist es eine gute Geschichte. Bald aber geht es ans Eingemachte: Die Geschichte spielt in Nordkorea, das laut Wikipedia zu den Ländern gehört, in denen die Menschenrechte am wenigsten geachtet werden. Es ist harter Tobak, was man da lesen muss, aber immer eingebettet in diesen spannenden Plot, verbunden mit der Figur Jun Do. Der laut Titel eine Waise ist. Ob er das aber wirklich ist, bleibt in der Geschichte offen.

Wurde Dir als Kind vorgelesen? Kannst Du Dich an eine der Geschichten erinnern?

Ich kann mich gar nicht daran erinnern, ob mir als Kind vorgelesen wurde. Wahrscheinlich schon, denn wir hatten viele Kinderbücher. Jedenfalls konnte ich es nicht erwarten, selbst lesen zu lernen. Als das passiert war, gab es kein Halten mehr. Mit sieben hat mich meine Mutter in der Bücherei angemeldet, und das erste Buch, das ich mir dort ausgeliehen habe, war das Sams von Paul Maar.

Gibt es einen Protagonisten oder eine Protagonistin, in den Du mal regelrecht verliebt warst?

Bestimmt in mehrere, aber mir will einfach keiner einfallen. Unerfüllte Lieben lasse ich meist recht schnell los. 😉

In welchem Buch würdest Du gern leben wollen?

Als Mädchen hätte ich gern in den Hanni-und-Nanni-Büchern gelebt. Da alle meine Freundinnen davon geträumt haben, wäre das bestimmt eine super Truppe bei den Mitternachtspartys gewesen.
Während meiner Studienzeit hätte ich nichts gegen ein Plätzchen in John Irvings „Garp“ gehabt. So viele schräge, liebevolle, wunderbare Menschen …
Das Buch, in dem ich momentan gern leben würde, muss ich noch lesen. Ich sage Bescheid, wenn ich es gefunden habe.

Welche drei Bücher würdest Du nicht mehr hergeben wollen?

Noch vor ein paar Jahren hätte ich empört ausgerufen: „Kein einziges!“
Meine Bücher waren meine Babys und wurden von Wohnung zu Wohnung in immer mehr und immer schwereren Kisten mitgeschleppt. Irgendwann waren es so viele, dass ich ausmisten musste. Das hat mich anfangs große Überwindung gekostet, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt, Bücher wegzugeben (nur wegwerfen kommt in den seltensten Fällen infrage). Wirklich nie hergeben werde ich allerdings die Kladden, in die ich selbst als Kind und Jugendliche mit der Hand meine Romane geschrieben habe, und meine Tagebücher.

Ein Lieblingssatz aus einem Buch?

Das kommt davon, wenn man sich all die Sätze, bei denen man versonnen aus der Lektüre aufschaut, nicht notiert …

Und nun werfe ich das Stöckchen weiter an Ina Baumbach.

* So ein Stöckchen darf aber jeder aufheben. Wer sich also berufen fühlt …