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Kollegen, Kunden, Netzwerkpartner/-innen

Blogwichteln die zweite

Da war doch was …
Ach ja, Kerzenschein, Tannenzweige und Adventskranz. Wieder ein Jahr vergangen. Ein blogloses Jahr.
Aber es gibt ja die Texttreff-Blogwichtelaktion. Wieder warfen die bloggenden Textinen ihre URLs in die Lostrommel. Es wurde wild gemischt und nun darf jede einen Gastbeitrag für ein Blog schreiben und bekommt von einer dritten Bloggerin einen Beitrag geschenkt. Finde ich prima, dann kommt hier endlich mal wieder etwas Leben in die Bude.

Das textschliff-Blog wird bald bewichtelt von Fragologin Tanja-Finke-Schürmann. Bis Heilig Abend wird sie hier ihren Gastbeitrag posten. Ich freu mich schon drauf.

Mein Wichtelbeitrag ist schon nach Heidelberg gerauscht, zum Ohrenrausch von Birgit Heintz, wo sich alles um Konzerte und Musik dreht.

Polizeiprosa

TT-BlogwichtelnDas textschliff-Blog wurde bewichtelt: Meine Netzwerkkollegin Sabine Drasnin hat einen Gastbeitrag geschrieben über die Welt der Polizeiberichte, in der ganz eigene sprachliche Regeln herrschen und nicht Salz-, sondern Kommastreuer benutzt werden.

Da erkläre ich den Kindern mit viel Geduld die Regeln der Kommasetzung im Deutschen. Und dann muss ich so etwas lesen:

„Am Montagabend des 05.12.2011, gegen 18.10 Uhr, befuhr ein 32-jähriger Mann aus G., mit seinem schwarzen PKW, die innerstädtische D.-Straße im Ortsteil L., vom K.-A.-Platz kommend, in Fahrtrichtung B.-Weg. An der dortigen Kreuzung missachtete er das dort aufgestellte STOP-Zeichen und auch die Vorfahrt eines 50-Jährigen, der mit seinem dunkelgrauen PKW den vorfahrtberechtigten B.-Weg, aus Richtung A. kommend, in Fahrtrichtung Kreisverkehr B. befuhr und eine Kollision mit dem BMW nicht mehr verhindern konnte.“ (Zur Beruhigung: Es gab zwar hohen Sachschaden, aber zum Glück nur einen Leichtverletzten).

Ich lese jede Woche für eine Redaktion die Polizeiberichte aus unserem Kreis und staune immer wieder über die Polizeiprosa. Sie ist stets mit reichlich Kommas gespickt. Haben die so ein komisches Textbausteinprogramm? Fakt, Komma, Fakt, Komma. Bei vielen Fakten gibt es dann auch viele Kommas. Oder nehmen die Polizeiberichtsschreiber, wenn der Text fertig ist, einen Kommastreuer und schütteln den kräftig über dem Text? Vielleicht gibt es ja auch so ein Kommastreuprogramm??

Beruhigend jedenfalls, dass die Polizei auch Humor hat: Viele Berichte sind mit Augenzwinkern geschrieben, z.B. dieser:

„Vor der Bäckerei „entführt“!

25.10.2011 | V.-Mitte

Schon am frühen Donnerstagabend des 20.10.2011 kam es auf offener Straße, vor einer Bäckerei an der H.-Straße in V.-Mitte zu einer dreisten „Entführung“! Da die seit der Tat laufenden polizeilichen Maßnahmen aber trotz guter Ermittlungsansätze bis heute noch nicht zur Auffindung des „Opfers“ führten, von dem zu Fahndungszwecken inzwischen ein Foto vorliegt, wendet sich die Polizei heute mit Sachverhalt und Foto an die Öffentlichkeit.

Zur Tatzeit beobachteten Zeugen einen weißen Kastenwagen, der von einem noch unbekannten und bisher nicht näher beschriebenen Fahrer vor der Bäckerei an der H.-Straße gestoppt wurde. Ein männlicher Beifahrer – [hier folgt die ungenaue Beschreibung] – stieg aus dem Fahrzeug und ging direkt zum Eingang der zu dieser Zeit geöffneten Bäckerei. Vor dem Ladenlokal zerrte er das Opfer, welches dort friedlich und wehrlos auf einem Plastikstuhl in der Sonne gesessen hatte, in den wartenden Lieferwagen, der daraufhin mit beiden Tätern und dem Opfer in Richtung K.-Straße davonfuhr. Zeugen der Tat informierten umgehend die örtliche Polizei, welche den flüchtigen weißen Lieferwagen aber trotz sofortiger Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich des Tatortes leider nicht mehr antreffen konnte.

Bei dem brutal verschleppten „Entführungsopfer“ von der H.-Straße in V. handelt es sich um ein etwa 150 cm großes, braunes, sehr kräftiges und trotz der schon kühlen Herbstzeit am Tattag unbekleidetes Stofftier. Der Bär, welcher der gleichnamigen Bäckerei an der H.-Straße als Maskottchen diente, ist seit seiner „Entführung“ spurlos verschwunden. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, die polizeilichen Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen dazu, insbesondere aber zum aktuellen Aufenthaltsort des vollkommen wehrlosen „Entführungsopfers“, dauern an. Hierbei helfen könnte die Aussage eines vorbildlichen Zeugen, der das amtliche Fahrzeugkennzeichen des weißen Kastenwagens aus dem Kreis [XY] ablesen und der Polizei vollständig übermitteln konnte. Hierzu wird gezielt ermittelt.

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So sieht das „Opfer“ aus (Foto vom Zwillingsbruder)

Bisher liegen der Polizei aber noch keine konkreten Hinweise zur Identität der beiden Fahrzeugbenutzer und Entführer oder zum Verbleib des in der Nachbarschaft bekannten und beliebten „Opfers“ vor. Weitere sachdienliche Hinweise …“

Nachtrag: Der Bär wurde inzwischen wieder zurück gebracht :-), Polizeikommentar dazu: „Gestohlenen Bär zurückgebracht! Öffentlicher Fahndungsdruck zeigte Erfolg.“

So ein Happy End wünscht man sich öfter!

Blogwichteln im Texttreff

Dezember. Schon nachmittags ist es dunkel, Kerzen leuchten in meinem Fenster, die Tannenzweige des Adventskranzes duften.

Im textschliff-Büro macht sich Weihnachtsstimmung breit. Und im Texttreff, meinem Herz-und-Magen-Netzwerk, ebenfalls: Die bloggenden Textinen* wichteln. Das heißt, sie schreiben einen Gastbeitrag für einen Textinen-Blog und bekommen einen Gastbeitrag von einer anderen Textinen-Bloggerin geschenkt.

Mein Blog wird bereichert von Sabine Drasnin. Ich freue mich schon sehr auf ihren Beitrag, der bis zum 4. Advent hier gepostet wird.

Der Gastbeitrag, der noch in meinem Kopf reift, wird nach Moskau gehen, ins ArchivE, das neue Blog von Katja Tongucer. Hier geht es ums Ablegen, Archivieren und Bewahren von Erinnerungen. Was ich dazu zu schreiben habe, kann man bald dort lesen.

*So nennen sich die Mitglieder des Textreffs.

Business-Menü à la Texttreff

Man nehme:

  • 4 Tage
  • Über 20 Workshops und Seminare

Man mische die Zutaten über Monate sorgfältig zusammen, füge viele Messerspitzen Know-how, Fachkompetenz und Networking-Mentalität hinzu und würze das Ganze schließlich mit einer gehörigen Portion Humor.

Abgerundet wird das Menü mit einem delikaten Rahmenprogramm aus frischen sowie erfrischenden Zutaten.
Gastro-Kritiken:
„Auch das Wendland-Fortbildungs-Treffen 2007 war wieder ein Hochgenuss, von dem die Teilnehmerinnen bis zum nächsten Jahr zehren werden — beruflich und privat.“

„Eine wohlüberlegte, bis in kleinste Detail perfekt komponierte Veranstaltung. Das Menü ließ keine Wünsche offen. Ohne Frage: Die Köchinnen haben ihr Handwerk gelernt!“

Erfolgsteams gegen den inneren Schweinehund

Als Freiberufler hat man es oft schwer, all die Dinge, die getan werden müssen oder die man gerne tun würde, auch wirklich konsequent in die Tat umzusetzen. Im stillen Kämmerlein gibt es niemanden, der hinter einem steht und einem auf die Finger klopft. Selbst wenn man, wie ich, ein eigentlich strukturierter und auch disziplinierter Mensch ist, lauert doch immer wieder der innere Schweinehund unter dem Schreibtisch. Und wer kann schon ständig 100 Prozent sein eigener Chef sein?

Also schritt ich im September zur Tat!
Seit etwa 2 Monaten bin ich nun Mitglied eines Erfolgsteams. Zwar hatte ich schon vorher viel von solchen Teams gehört, aber wie effektiv sie sind, hat mich dann doch überrascht.

Ein Erfolgsteam besteht aus 4-5 Menschen, die jeder für sich ein Ziel haben und es mit der Unterstützung der anderen erreichen wollen.
Das Team kann sich aus völlig unterschiedlichen Personen zusammensetzen, die thematisch überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Wichtig ist, dass alle ihr Ziel definieren, das sie bis zu einem bestimmten Zeitraum erreichen wollen. Dann trifft man sich regelmäßig alle 2-3 Wochen zu klar strukturierten Sitzungen, in denen im Rotationsverfahren jede mal die Moderation, das Protokoll oder das Zeitmanagement übernimmt.

Im Gespräch mit den anderen kommt man sehr schnell den eigenen, unmittelbaren „To Dos“ auf die Spur. Und man definiert Hausaufgaben, die man bis zum nächsten Treffen erledigt haben will/muss. Und so lauert nicht mehr der innere Schweinehund im Büro, sondern der Wunsch, bei der nächsten Sitzung alles erledigt zu haben …
Auf diese Weise nähert man sich Schritt für Schritt dem großen Ziel. Und wenn man es erreicht hat, dann gibt es mit Sicherheit schon das nächste Ziel, das man mithilfe des Erfolgsteams ansteuern möchte.